es geht aufwärts

endlich – lange hat es gedauert, aber nun sehen wir licht am ende des tunnels. raúl lernt wieder laufen. zwei wochen im krankenhausbett, davor einige wochen lang sich nur mit mühe und not fortbewegen zu können,  haben tiefe spuren hinterlassen. rollstuhl und rollator sind die hilfsmittel der letzten wochen, fast täglich krankengymnastik zeigen endlich ihre wirkung. die letzten wochen übernahmen meine schwägerin und ich die pflege, unterstützt durch hausarztbesuche und krankengymnastin. raúls schwester wohnt in rosario, einer großstadt am parana-fluß und 400 km entfernt von tanti. als sie hörte, wie es ihrem bruder ging, kam sie sofort zu uns, um an unserer seite zu sein und um zu helfen. das ist eine neue erfahrung für mich, der kranke wird hier rund um die uhr von den famillienangehörigen „betütelt“. im krankenhaus wird erwartet, daß immer ein familienmitglied nahe ist. am krankenbett oder auf dem flur. die familie sieht es als ihre pflicht an, immer in der nähe zu sein. diese nähe und dieser wunsch, unbedingt helfen und sorgen zu wollen, ist für uns gewöhnungsbedürftig, waren wir doch bis vor kurzem unabhängig und selbständig. es ist ungewohnt, auf hilfe angewiesen zu sein und die hilfe sofort zu bekommen, eine schöne erfahrung, die aber auch manches mal bitter schmeckt, weil man am liebsten allein sein möchte…

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6 Kommentare zu “es geht aufwärts

    • danke für die guten wünsche! so langsam komme ich jetzt wieder zum bloglesen und -schreiben. bei dir hab ich gaz viel nachzuholen 😉 liebe grüße nach indien

  1. Liebe Antje, Raul weiterhin gute Besserung. Ich kann ein Lied davon singen wie schwer es sein kann wieder auf die Beine zu kommen. Familie 24 Stunden an Krankenbett ist üblich in dem teil der Welt. Durfte es auch erfahren.

    LG aus dem Norden Deutschlands

    • hallo peter, ja, du kannst ein lied davon singen – und wir nun auch…
      es war eine schwere zeit, aber jetzt wo es besser geht, vergißt man schon wieder, was wir alles durchgestanden haben. liebe grüße in den norden

  2. Alles gute und weiterhin eine gute Genesung für deinen mann. damit wir auch bald wieder öfter hier was lesen können von dir. im Moment wirst du sicher andere dinge die dringender sind zu erledigen haben. übrigens, in nepoal gibt es kein Pflegepersonal in den Hospitälern ( ausser teure privat kliniken) dort sind rund um die Uhr die Familienangehörigen zuständig. egal ob pflege oder zur Verpflegung……………toi toi toi und lg

    • danke für die guten wünsche, nun geht es schon wieder! ich kann mir vorstellen, daß es in nepal noch ein wenig ärmlicher zugeht, privatkliniken gibt´s hier auch. glücklicherweise aber auch die städtischen kostenlosen, die oftmals besser sind, als die privaten! liebe grüße

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