wirtschaftskrise


das bild oben trifft die heutige situation ganz gut. obwohl – die wirtschaft hier ist ein dauerthema. ich erinnere mich daran, daß meine argentinische schwägerin schon vor vielen jahren erzählte, daß wenn man einkaufen ging niemand wußte, was und wieviel gekauft werden konnte. morgens kostete 1 kg kartoffeln z. b. 3 pesos, ein paar stunden später kostete es 5 pesos. wenn geld im haus war, wurde schnell eingekauft, weil man nicht wußte, ob man das gleiche am nächsten tag noch bezahlen konnte. damals lebten wir noch in deutschland, und ich konnte mir so etwas nicht vorstellen und fand es ganz schrecklich. heute und seit wir hier sind, ist es ähnlich, nicht ganz so kraß, die preise steigen ständig, aber auch die löhne und gehälter steigen. wer heute geld hat, kauft steine oder ein grundstück oder ein neues handy oder einen neuen fernseher. da weiß man, was man hat.

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11 Kommentare zu “wirtschaftskrise

  1. Aber das Bild wirkt komisch. stehen heuet die Frauen auf Männer mit viel essen 🙂 Oder soll das nur zeigen, dass die Leute heute einfach auf grundsätzlichere Dinge setzen und nicht irgendwelche Luxusgüter kaufen (bzw. sich leisten können)?

  2. Hi Antje,

    ich kann mir das auch gar nicht vorstellen. Da kommen Carsten und ich immer wieder zu dem Thema, wie gluecklich wir sind, wenn wir was aus dem Garten zum Essen holen koennen. Wenn wir kaum Strom verbrauchen und auch das noch reduzieren koennen. Wenn wir trotz allem wissen, wie wir zu warmem Wasser kommen, uns Luxus hier und da leisten, aber nicht im Sinne von einkaufen hier und da, sondern selbst basteln und bauen und Ideen entwickeln. Ideen kommen ja vor allem dann, wenn man dazu gezwungen wird, kreativ zu werden. Natuerlich auch dann, wenn man lust dazu hat. Wenn wir fit genug sind auch in den Huegeln mit dem Fahrrad vorwaerts zu kommen und und und.

    Da leben wir hier irgendwie doch noch anders in Malaysia. Der Kurs sinkt natuerlich permanent und unser Euro ist immer weniger wert zur Zeit, aber wir wissen zumindestens taeglich, was wir dafuer bekommen koennen.

    Liebe Gruesse und schoenen Sonntag!
    Elgin

    • hi elgin,
      wie heißt es so schön: not macht erfinderisch! wenn wir wollten, könnten wir hier auch aus dem garten ernten. auch hier gibt es alternative junge leute, die fast alles selber herstellen und permakultur betreiben. aber ich finde es ganz angenehm, wenn ich die sachen kaufen kann, die ich benötige, obwohl ich gerne in der erde buddele. ich bin aber auch und trotzdem sehr interessiert an lehm- oder flaschenhausbau, warmes wasser erzeugen mit sonnennergie, ökologischen toiletten und was es noch so alles gibt. jedoch haben wir unser haus hier und unser ein- und auskommen und versuchen, so weit es geht, ökologisch zu handeln. die wirtschaftskrise zwingt uns, einiges umzustellen. aber noch nagen wir nicht am hungertuch und fühlen uns wohl trotz allem;)
      liebe grüße nach malaysia

      • Ja, alles hat so seine Zeit und man muss ja auch nicht alles im Leben ausprobieren.
        Als ich gelesen habe, dass ihr Wein und Empanadas auf Maerkten verkauft habt, kam mir sofort die Erinnerung daran hoch, dass ich vor der Geburt unseres ersten Kindes auch auf Maerkten gearbeitet habe. Mal in einer Kullerbude in verschiedenen Staedten, mal in einer Fleischbude auf dem Weihnachtsmarkt. Es hat so viel Spass gemacht, dass ich ueberlegt hatte, eine bestimmte Bude zu uebernehmen. Aber ich mache ungern Schulden und vor allem dann, wenn es so hohe sind, dass man da zig Jahre fuer knueppeln muss. Lieber baue ich mit wenig langsam mein Einkommen auf… .
        Trotzdem ist es toll auf dem Marktleben und man sieht hinter Kulissen, hinter die man sonst nicht kommt (vielleicht auch gar nicht will – hihi).

        LIebe Gruesse und eine schoene neue Woche
        Elgin

        • hi elgin,
          das hat echt spaß gemacht, auf märkten zu stehen und ganz neue erfahrungen zu machen! aber uns haben die 5 – 6 male im jahr gereicht, es ist harte arbeit!
          liebe grüße und auch dir eine schöne woche

  3. Oy, das muss ja tatsächlich krass sein bei Euch! Ist ja nicht so, dass hier die Preise stabil wären, auch hier wird alles teuerer. Und wenn ich mit Freunden in Deutschland telefoniere, jammern die auch! Milka-Schoko ist hier gar nicht zu bekommen, dafür Lindt, aber eine Tafel ab 6 Dollar! Nein danke.

    • und es wird immer krasser! ich bin gespannt, wie lange wir noch das wort dollar in den mund nehmen dürfen, denn in die hand nehmen, das ist vorbei!

  4. Hmm, ich find die Inflation schon ganz schön krass. Man muss nicht alles glauben, was Lanata in seinem Fernsehprogramm sagt (das wären bis zu 10% Preissteigerung innerhalb eines Monats!), aber gerade von Mai bis jetzt finde ich sind etliche Dinge enorm teuer geworden. Joghurts die vor gefühlt 6-8 Wochen noch für 3,50 Pesos zu haben waren kosten jetzt über 5. Softdrinks wie die braune Brause aus Atlanta kosten mit 15 Pesos pro 2 Liter (Wegwerf-)Flasche hier inzwischen mehr als auf dem Heimatmarkt USA. Pfandflaschen, in denen das Getränk erheblich billiger ist, kriegen wir hier fast nicht mehr, angeblich wegen Hygieneproblemen. Und die Löhne mögen steigen, aber Selbstständige haben ihre Schwierigkeiten, ihre höheren Kosten an die Kunden weiterzugeben. Dann gibt’s nämlich keine Aufträge mehr.

    • hallo helge, klar ist die inflation sehr kraß, aber eben (noch) nicht so, wie damals vor vielen jahren. die braune soße ist doch importware, oder? das ist teurer als im heimatland. schau dir nur die preise von milka an, mir wird da ganz schwindelig. die ganzen reparaturwerkstätten sehen auch ganz schön arm aus, weil sie viele kleine teile nicht mehr bekommen….ich bin gespannt, wo und wie das endet. lanata hat ziemlich nachgelassen, finde ich.

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